Karl Foerster – der Staudenschöpfer

Stauden-Schöpfer, Blumen-Goethe, Menschenfreund und Gartenphilosoph wird er genannt-  der 1874 geborene Karl Foerster.  Zu Beginn des 20. Jahrhunderts  hat er mit seinen Stadenzüchtungen neue Pflanzen, Farben und Gräser in unsere Gärten gebracht. Bis heute werden seine Ideen geschätzt und für Gärten genutzt. Bei ihm heißt das Motto „Es wird durchgeblüht“, aber er hatte auch Sinn für alle diejenigen,  die sich nach Gärten für Faule sehnten.

Karl Foerster selbst war Gärtner aus Leidenschaft und der Überzeugung, dass ein Leben für diesen Beruf zu groß sei. Dabei war sein Leben durchaus lang, Karl Foerster wurde 96 Jahre alt und starb hochgeehrt 1970 in seinem Haus in Potsdam-Bornim.

Am Dienstag, den 6. März stelle ich um 18.00 Uhr in der Urania Potsdam, Gutenbergstraße 71 das von mir verfasste Buch mit Fotos von Hans Bach über Karl Foerster vor.

Ich freue mich über interessierte Zuhörende.

Florentiner Geheimtipp für Nicht-Touristen

Wenn wir reisen, genießen wir zweifelsohne die vielfältigen Annehmlichkeiten, die der organisierte Tourismus mit sich bringt. Hotels und Pensionen in unterschiedlichen Preiskategorien, den öffentlichen Nahverkehr und geregelte Zugänge zu den Sehenswürdigkeiten.  Doch gleichzeitig will man möglichst kein Tourist wie jeder oder jede andere sein. Man wünscht sich authentische Erlebnisse und Ursprünglichkeit und fragt gern andere erfahrene Nichttouristen nach sogenannten Geheimtipps, um da typisch einheimisch essen zu gehen, wo es keine anderen Fremden gibt. Touristen mögen nämlich keine anderen Touristen. „Florentiner Geheimtipp für Nicht-Touristen“ weiterlesen

Die Piazza und die Stiefmütterchen

Unterwegs mit einer Reisegruppe aus dem schönen Schwabenland in die Toskana. Wir gönnen uns ausreichend Zeit, um unterwegs immer wieder durch malerische Orte zu schlendern, die sich harmonisch um die zentral gelegene Kirche oder die Reste einer mittelalterliche Burg an der höchsten Stelle gruppieren. Wir staunen über die Kunst der Italiener, Freiräume und Plätze zu schaffen, die selbst in einem verlassen und armselig wirkenden Dorf ein Gefühl von Grandezza und Eleganz verströmen.  „Die Piazza und die Stiefmütterchen“ weiterlesen

Buon giorno, come stai?

Eloquenz, ein ausgefeiltes Sprachgefühl für das letzte Wort und gut placierte Pointen üben eine prickelnde Faszination auf mich aus. Wenn in meinem bisherigen Leben einmal die gute Fee vor meiner Tür gestanden hätte, um mir die freie Auswahl bei den legendären drei Wünsche zu offerieren, hätte ich mir sicher gewünscht, in allen Situationen und Ländern für den Rest meines Lebens immer das passende Wort parat zu haben.

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Jetzt kommt eine Pause – keiner geht nach Hause

„Knapp drei Stunden, das stehen Sie durch“,  macht der Kartenkontrolleur im Maxim Gorki Theater Mut. Das Stück  „Common ground“ wird ohne Pause gegeben und dauert zwei Stunden und 45 Minuten.

In vielen Theatern greift der Verzicht auf die Pause  um sich. Der Trend geht zum Durchspielen. Ob William Shakespeare, Heiner Müller oder Anton Tschechow, die Stücke werden alle auf mehr oder minder zwei Stunden konzentriert.  In den Programmheften wird die Spieldauer inzwischen  mit dem Zusatz „keine Pause“ versehen, als wäre das ein Qualitätsmerkmal.

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