Florentiner Geheimtipp für Nicht-Touristen

Wenn wir reisen, genießen wir zweifelsohne die vielfältigen Annehmlichkeiten, die der organisierte Tourismus mit sich bringt. Hotels und Pensionen in unterschiedlichen Preiskategorien, den öffentlichen Nahverkehr und geregelte Zugänge zu den Sehenswürdigkeiten.  Doch gleichzeitig will man möglichst kein Tourist wie jeder oder jede andere sein. Man wünscht sich authentische Erlebnisse und Ursprünglichkeit und fragt gern andere erfahrene Nichttouristen nach sogenannten Geheimtipps, um da typisch einheimisch essen zu gehen, wo es keine anderen Fremden gibt. Touristen mögen nämlich keine anderen Touristen. „Florentiner Geheimtipp für Nicht-Touristen“ weiterlesen

Die Piazza und die Stiefmütterchen

Unterwegs mit einer Reisegruppe aus dem schönen Schwabenland in die Toskana. Wir gönnen uns ausreichend Zeit, um unterwegs immer wieder durch malerische Orte zu schlendern, die sich harmonisch um die zentral gelegene Kirche oder die Reste einer mittelalterliche Burg an der höchsten Stelle gruppieren. Wir staunen über die Kunst der Italiener, Freiräume und Plätze zu schaffen, die selbst in einem verlassen und armselig wirkenden Dorf ein Gefühl von Grandezza und Eleganz verströmen.  „Die Piazza und die Stiefmütterchen“ weiterlesen

Buon giorno, come stai?

Eloquenz, ein ausgefeiltes Sprachgefühl für das letzte Wort und gut placierte Pointen üben eine prickelnde Faszination auf mich aus. Wenn in meinem bisherigen Leben einmal die gute Fee vor meiner Tür gestanden hätte, um mir die freie Auswahl bei den legendären drei Wünsche zu offerieren, hätte ich mir sicher gewünscht, in allen Situationen und Ländern für den Rest meines Lebens immer das passende Wort parat zu haben.

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Or San Michele – Getreide und Skulpturen


Natürlich geht es um Kunst und Kirchen, wenn man nach Florenz reist. Natürlich hat man irgendwann auch zu viel davon gesehen und der Kopf schwirrt wegen der vielen Namen von Cimabue über Giotto und Masaccio bis zu Pontormo.

Natürlich reizt es einen trotzdem oder gerade deshalb, immer wieder eine der schweren hölzernen oder bronzenen Kirchentüren aufzuziehen, aus dem grellen Licht des Sommers in die schattige Kühle einzutauchen, und zwischen dem in den Sonnenstrahlen tanzenden Staub andächtig den Marmorfußboden abzuschreiten, Figuren, Gemälde, Fresken und das Gesamtkunstwerk aus Architektur und Ausstattung zu bewundern. „Or San Michele – Getreide und Skulpturen“ weiterlesen

Eisige Zeiten – bitte auch im Winter

Schon seit Mitte Oktober hat meine Lieblingseisdiele an der Ecke geschlossen. Im Herbst und Winter kann man da Handschuhe und Mützen kaufen. Die ausgestellten Modelle sind ansprechend bunt und wirken fröhlich, aber wer braucht schon jeden Tag ein Paar Fäustlinge oder Ohrenschützer. Ein Eis allerdings kann man täglich essen,  Regen oder Graupelschauer sind da nicht hinderlich.

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Eine Touristin wie die Anderen

Von dem  Mailänder Journalisten Beppe Severgnini stammt der schöne Ausspruch, dass kein anderer europäischer Magen so patriotisch wie der italienische sei. Wenn es um das Essen geht, sind Italiener auch sehr anspruchsvoll.  Sie lieben es, während sie Köstlichkeiten der heimischen Küche genussvoll verzehren, ausgiebig und überschwänglich über das Essen zu reden, Rezepte auszutauschen oder besonders empfehlenswerte Lokalitäten zu verraten. Für ein gutes Abendessen sind sie auch bereit, lange Fahrten in Kauf zu nehmen, weil sie zum Beispiel erfahren haben, das es irgendwo auf einem entfernt gelegenen Dorf eine Osteria mit der besten Wildsauce Italiens gibt, oder hinter den sieben Bergen der beste Schinken auf den Tisch kommt.

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