Jetzt kommt eine Pause – keiner geht nach Hause

„Knapp drei Stunden, das stehen Sie durch“,  macht der Kartenkontrolleur im Maxim Gorki Theater Mut. Das Stück  „Common ground“ wird ohne Pause gegeben und dauert zwei Stunden und 45 Minuten.

In vielen Theatern greift der Verzicht auf die Pause  um sich. Der Trend geht zum Durchspielen. Ob William Shakespeare, Heiner Müller oder Anton Tschechow, die Stücke werden alle auf mehr oder minder zwei Stunden konzentriert.  In den Programmheften wird die Spieldauer inzwischen  mit dem Zusatz „keine Pause“ versehen, als wäre das ein Qualitätsmerkmal.

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